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#1

Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 10.03.2010 12:48
von uschiSchattengestalt | 353 Beiträge

Kapelle St. Jürgen -
ein gruseliges Kapitel

Am Kapellenweg 13 befindet sich die Kapelle des Stiftes St. Jürgen. Auch diese Kapelle stammt aus mittelalterlichen Zeiten, bereits 1399 wurde sie urkundlich als Siechen haus erwähnt. Und auch in diesem Fall gilt: Wer alt wird; erlebt viel - und nicht immer Angenehmes. So musste die innen mit Malereien aus dem 15. Jahrhundert geschmückte Kapelle 1807 unter dänischer Besatzung schon mal als Pulverkammer und Pferdestall herhalten. An den Gärten des St. Jürgen-Stifts lag einst der Richtplatz der Landschaft Fehmarn, auf dem die Opfer der zahlreichen Hexenprozesse verbrannt und die während der Folter Verstorbenen sowie die Selbstmörder verscharrt
den. Die Zeit des Hexenwahn ist nicht nur auf Fehmarn ein besonders dunkles Kapitel der Geschichte. Welches Ausmaß dieser Irrsinn hatte, machen Zahlen deutlich: Allein zwischen 1620 und 1 660 wurden auf Fehmarn über 100 Menschen als Hexen verurteilt und auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Auch hier auf Burgtiefe machte der Hexenwahn nicht halt. Vielleicht lag es an der dichten Lage zur Burg Glambeck Im Bereich des alten Voss-Haases wurde bei den der Hexerei Verdächtigen die "Wasserprobe*' durchgeführt. Dem Opfer wurden die Hände über den Kreuz an die Füße gebunden. Dann wurde es in einem Boot auf das Meer hinaus gerudert und über Bord geworfen. Versank es, galt die Unschuld als erwiesen, blieb es an der Oberfläche, war es überführt und reif für die Folter und Scheiterhaufen. Die durch die spezielle Fesselung gekrümmten Kandidaten die zudem meist noch Ölgetränkte Wollkleidung trugen, sanken in der Regel nicht.

Angefügte Bilder:
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Trenne dich nie von deinen Illusionen. Sind sie verschwunden, so magst du noch existieren, aber du hast aufgehört zu leben.

zuletzt bearbeitet 10.03.2010 12:49 | nach oben springen

#2

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 10.03.2010 12:59
von uschiSchattengestalt | 353 Beiträge

Die Burgruine GLAMBECK

Nur noch die Grundmauern stehen von der einstmals stolzen Festung Glambek König
Waldemar der Sieger, der damalige Statthalter und spätere Amtmann der Insel Fehmarn,
ließ zur Sicherung seiner Macht im Jahre 1210 auf der Sandnehrung, (der "Deepe" - Tiefe),
eine prächtige Backstein-Festung errichten. Die Lage war strategisch günstig,
da man von der Festung aus den Fehmarnsund und die Lübecker Schifffahrt kontrollierte.
Umgeben von einem tiefen Burggraben präsentierte sich die Burg damals als luxuriöses Domizil der längst vergangenen Größen des Mittelalters.

Der Haupteingang an der Ostseite war 2,77 Meter breit. Man sieht in der Mauer noch die Rille des früheren Fallgitters.Die Außenmauern der früheren Burg sind 75 Meter lang, von Osten nach Westen und von Süden nach Norden ca. 34 Meter breit.

Mit im Verteidigungssystem der Burg eingebaut war der frühere Burgwart an der Nordoststrecke des Gemäuers.
Dort, wie auch an der Südostecke der östlichen Mauer, standen vor der Zerstörung zwei hölzerne Türme, die mit einem hölzernen Wehrgang verbunden waren. Von dort aus schossen bzw. warfen die Verteidiger mit Armbrüsten und anderen mittelalterlichen Waffen auf ihre Feinde.

Links vom Haupteingang war die Wachstube für die Burgherren. An der Südseite der Burg waren die Wohnräume für die Burgherren, und ihre Damen. An der Nordseite befanden sich die Wirtschaftsräume und Kammern für die Burgbesatzung, sowie das Wirtschaftspersonal. Man sieht hier noch einige Reste von früheren Feuerstellen und Backöfen.

Innerhalb des Burggeländes stößt man auch auf vier alte Brunnen. Ein Brunnen befindet sich noch im Burgverlies und ist heute mit Feldsteinen überschüttet.

Die dicken Stein- und Ziegelmauern des Burgverlieses bildeten auch den Eingang zu einem früheren,
unterirdischen Gang. Dazu kursieren zwei Sagen auf der Insel: Einmal soll ein Gang unter dem Burger Binnensee durch,
bis in die Burger Kirche hineingegangen sein. Der anderen Sage nach sogar unter der Ostsee durch, bis zum Gute Siggen in Holstein.
Beide Sagen entsprechen nicht der Realität. Reste eines unterirdischen Ganges fanden sich 1908/1910 tatsächlich, doch war es nur ein kurzer Entweichgang für die belagerte Burgbesatzung; der vom Burgverlies in etwa südöstlicher Richtung lief und an der Westmauer des heutigen Wartturms endete. Er war 1908 größten Teils zerstört bzw. zugeschüttet. Ein Bild der gesamten Anlagen ließ sich aber erst rekonstruieren,
als man die Reste der Burg 1908 freilegte. Eine Aufzeichnung von den Resten besitzt der Heimatforscher Peter Wiepert/Bisdorf,
der als 18 jähriger junger Mann oft bei den Ausgrabungen mithalf.

An der Westseite des Burggeländes befand sich früher ein zweiter Eingang. Hier war eine so genannte Pechnase angebracht,
mit der man heiße Pechflüssigkeit auf die Eroberer spritzte. Reste davon wurden ebenfalls bei der Freilegung der Burg gefunden.

Auf dem Burggelände wurden bei den Ausgrabung mittelalterliche Topfscherben, Reste von Tierknochen und Speiseabfällen,
Waffenfragmenten und mittelalterlichen Münzen gefunden.

Die aufregende Geschichte des Bauwerkes zieht sich wie ein Leitfaden durch die Jahrhunderte. In den Jahren 1416 - 1426 wurde die Burg mehrfach gestürmt, erobert, wiedergewonnen, und dabei mächtig "ramponiert.
Aber immer wieder gab es Menschen, die den Neuaufbau betrieben. Die Rückeroberung von Glambek, 1450, wurde von den Vitalienbrüdern durchgeführt und es ist ein schönes Beispiel dafür das auch das aufwendigste Bollwerk gestürmt werden kann, wenn nicht Brachialgewalt,
sondern Witz und Verstand angewendet wird. Die Angreifer waren nur ungefähr 200 Mann stark.

Sie erschienen in stockfinsterer Nacht vor der Burg und simulierten lautstark das Getöse einer Furchterregenden Armee, die sich auf einen Sturmangriff vorbereitet. Sie klapperten mit den Waffen, schwenkten Sturmleitern und gaukelten der schlotternden Burgbesatzung mit rauhen Kommandos wie "Die Lübecker an die Ostflanke!" oder "Wo sind die Hamburger? An die Leitern!" eine erdrückende Übermacht vor,
gegen die ein Kampf von vornherein aussichtslos zu sein schien. Gegen das Versprechen, frei abziehen zu dürfen,
ergaben sich die Burgverteidiger noch vor dem Morgengrauen. Frechheit siegt und die Vitalienbrüdern hatten einen neuen Stützpunkt.
Hier verbrachten sie die wärmeren Monate des Jahres, womit bewiesen ist, dass die Badesaison auf Fehmarn nicht erst im vergangenen Jahrhundert erfunden wurde.

Die Vitalienbrüder jedoch verstanden es, ihr grausames Gewerbe mit dem Aufenthalt auf Fehmarn zu verbinden.
Immer wieder wurden die Schiffe der Kaufleute ein Opfer der Seeräuber. Die Beute verschwand in dunkle Kanäle und die gefangenen
Seeleute in den Kellerverließen der Burg Glambek, von denen mancher nie wieder das Licht des Tages erblickte.
Irgendwann machten die Freibeuter dann den Fehler, ein Schiff der Hanse anzugreifen, was dieser Verteidigungspakt deutscher Hafenstädte
sich nicht gefallen ließ. Wieder wurde die Festung Glambek angegriffen, im Verlauf der Kämpfe völlig demoliert und die überlebenden Seeräuber einen Kopf kürzer gemacht.

Heute präsentieren sich nur noch einige Mauerreste, die als Brutplatz für Seevögel dienen und der den Burgplatz umspannende Wassergraben.
Die abenteuerliche Geschichte, die wohl eine der Bewegtesten auf der Insel Fehmarn sein dürfte, lässt sich allerdings nur noch erahnen.

Angefügte Bilder:
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#3

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 10.03.2010 13:00
von uschiSchattengestalt | 353 Beiträge

Der geheime Gang von GLAMBECK
Eine Sage erzählt, dass ein unterirdischer Gang von der Burg bis zu einem Burger Haus neben der Kirche führte.
Zwei Kinder kletterten neugierig in den Gang und kamen nicht zurück.
Lange Zeit hörten die Menschen ihr Rufen. Einige legten Nahrung vor den Gang,
weil sie Mitleid hatten. Jedes Mal waren die Nahrungsmittel am nächsten Morgen verschwunden.
Aber die Kinder tauchten nie wieder auf.


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#4

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 10.03.2010 13:17
von uschiSchattengestalt | 353 Beiträge

Die Hünengräber der Insel

Alle Hünengräber Fehmarns liegen auf erhöhtem Gelände, die einzige reine Kultanlage der Insel ist hingegen auf das niedrige, weithin Einsichtbare begründet, um die Sonnenwenden und Kulttage nach dem Sonnenstand durch Visiersteine einzufangen und gleichsam mit markierten Einkerbungen bzw. Schälchenpunkten den jeweiligen Sonnenstand abzulesen, ein Schälchenstein liegt noch fest eingepackt in dem UferschutzSteindamm vor Wulfen.

Die astronomische Notwendigkeit der nötigen Horizontgleiche mit der nahen Ostsee ließ die vom Wochwasser gefährdete Wulfener Salzgras Niederung als ideales Terrain erscheinen. Die symmetrische Süd-Nord Ausrichtung der zyklopenhaften Steinsetzungen zeigt ein genaues Ordnungssystem, welches Prozessionen vermuten lässt, wie sie noch von Tacitus um 90 n. Chr. in seiner "Germania" mit den Kult Umzügen Erdgöttin Nerthus am 27. des Lenzenmonats auf einer Insel der heutigen Ostsee ausführlich beschrieben wird.

Im Juni 1931 fand in Burg eine Tagung der Gesellschaft für Schleswig Holsteinische Geschichte zum Thema "Prähistorische Gräber" statt, in der Prof. Koch seine Überzeugung dokumentiert:

Fehmarn ist die Insel der Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus (Heiligtum: altn.“Ve“...!)
Dieser zentrale Versammlungsort unterhalb der HünengrabKolonie des Wulfner Berges spiegelt die umfassenden himmelskundlichen Kenntnisse der Megalither und diente als sakraler Sonnen Kultbau vorrangig der Bestimmung von Fest und Aussä wie Erntezeiten.
Die Kultanlage der Großstein Kammerleute hatte eine Ausdehnung von 30 mal 120 Metern und wurde mit einem Bannkreis aus 46 Findlingen gegen den Zutritt Unbefugter abgeschirmt. Im heiligen Bezirk dominierten zwei im gleichmäßigen Abstand aufgerichtete Großsteinblöcke als Altartische, die auf je acht Tragebeinen ruhten.

Aufrechtstehende Visiersteine, noch 1717 von Christian Rode als Wächterpfähle apostrophiert, fingen die Sonnenstrahlen ein und brachten sie gleich Kimme und Korn auf eingemeißelte Fixpunkte des megalithischen Gottestisches: Sonnenwenden, Aussaatzeiten und Kulttage wie Flurprozessionen, Erntedank und Opfertage konnten gleich einer Sonnenuhr abgelesen werden: ein neolithisches "Observatorion"! Der nach geometrischen Kenntnissen mit dem megalithischen „Metermaß“ von 83 Zentimetern gesetzte heilige Steinkranz manifestierte die Unantastbarkeit des geweihten Ortes, der Bannkreis durfte nur mit Billigung des Häuptlings, Priesters oder Medizinmannes betreten werden und gestattete ein unbestraftes Eindringen nur im Falle tödlicher Bedrohung.

Hier war der Opfer, Schwur wie Verlöbnisort, und die Schamanen vollzogen ihre magischkultischen Handlungen nach uralten Riten. Bewährte zwischenmenschliche Beziehungen des Stammes festigten sich in Gebräuche und Sitten und wurden der nachfolgenden Generation im Kleide der überlebensnotwendigen Tradition weitervererbt. Die missionarische Heilslehre der Megalither führte mit ihren astronomischen Kenntnissen, dem Lichterkult, Quellenglauben und festgefügten StammesTraditionen zur Ausbildung höherer religiöser Vorstellungen und Veredelung sittlicher Anschauungen. Ihre Gotteshäuser, für die Ewigkeit gedacht, überdauerten mehr als 5000 Jahre.

Die Ruhe der Toten zu stören, galt über alle Zeiten als verachtenswürdigste Tat und Grabschänder traf ausnahmlos das härteste Urteil der Köpfung auf dem Altarstein. Die im 18.Jahrhundert unsere Gesellschaft verändernde Geistesbewegung der "Aufklärung" mit den Losungen des Vernünftigen und Zweckmäßigen gegenüber den übernommenen Werten lässt die natürliche Ehrfurcht vor den prähistorischen Totenmälern sinken. Durch die Agrarreform der Umwandlung von Gemeinbewirtschaftung (Allmende) in Einzelbesitz (Feldaufteilung), verschwinden durch königliche "Verkoppelungsverordnungen" von 1766 und 1770 der größte Teil der sichtbaren Hünengräber in amtlich angeordnete Abkoppelungswälle: diese sollten Viehübertritte (Tierschüttung) und AckerErosion verhindern, bzw. werden als "Hünenschotter", so der amtliche Ausdruck, für den beginnenden festen Straßenbau (Chausseen OldenburgHeiligenhafen z.B.) verwendet. Dem sakralen SonnenkultMonument von Wulfen widerfuhr ein gnädigeres Schicksal: die mehr als 5000 Jahre alten Kultsteine wurden im Frühjahr 1876 als Küstenschutz beim Deichbau am wenige Meter entfernten Burger Binnensee benötigt!

Unzerstört überstanden auf der Insel Fehmarn nur zwei Dolmengräber und ein Ganggrab die Zeit der "Aufklärung", vier weitere Großkammern bilden als Fragmente unübersehbare Zeugen der historischen Epoche einer goldenen, tausenjährigen MegalitherGeschichte: Haus für die Ewigkeit erster religiös suchender Menschen, steinerne Sinnbilder der Jenseitshoffnung! 1800 vor Chistus bricht das Hirtenvolk der Indogermanen mit vehementer Gewalt in die friedliche Welt des Bauern und Fischervolks der Hünengrableute des Nordens ein und macht der mehr als 2000 Jahre alten, sehr hoch stehenden aber ziemlich wehrlos gewordenen Megalither Kultur auf schnellen Pferden mit Pfeil und Bogen wie der blutigen Streitaxt den Garaus! Die vaterrechtlich organisierten Indogermanen bringen ihre eigenen Götter mit, und die überlebenden Ackerbauern beziehen mit den Eindringlichen einen gemeinsamen Götter Himmel.

Die schmalköpfigen, hochgewachsenen, kämpferischen Indogermanen beten ihre auf das diesseits gerichteten "Asen" an, während die mutterrechtlich organisierten Megalither mit ihren mystischen, fruchtbarkeitskultischen "Wanen" einen „Götterkrieg“ bis in die historische Zeit führten, wie uns die altisländischen Kloster Schriften der "Edda" aus der von Mönchen mündlich überlieferten nordischen Mythologie hinterließen. Von den Bauern kommt die Beharrlichkeit, Bodenständigkeit, Friedfertigkeit und künstlerische Neigung, von den Hirten die Unrast, Kriegslust, Geschäftigkeit und der Wandertrieb: "Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust!" Dieser über Jahrhunderte bekannte Stoßseufzer von des allzu deutschen "Faust" unseres Johann W. Goethe hat einen klar erkennbaren, mehr als 3800 Jahre alten ethnischen Hintergrund.

Quelle Aufzeichnungen von K.-W. Klahn

eigene Anmerkung: Fehmarn besitzt insgesamt 42 Orte.
Im südwestlichen Albertsdorf sowie den südöstlichen Dörfern Katharinenhof
und Staberdorf befinden sich Hünengräber.

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#5

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 10.03.2010 13:26
von uschiSchattengestalt | 353 Beiträge

und noch eins:

Piraten der Insel
Legende und Wirklichkeit


Auch auf Fehmarn gab es Piraten! Sie hatten ihre Festung am heutigen Südstrand gegenüber der Schwimmhalle.
Die Burgruine Glambeck ist stummer Zeuge dieser Zeit.

Der Legende nach soll der deutsche Freibeuter Störtebeker einen legendären Schatz in dieser Ruine oder irgendwo auf Burgtiefe versteckt haben. Anderen Sagen nach wird er in den Mauern des Störtebekerturms der Marienkirche in Marienhafe vermutet und auch Rügen wird genannt. Störtebeker ist ein gutes Beispiel für die Ambivalenz des Piratentums.
Auf der einen Seite gilt er als gemeiner Räuber, der im Mittelalter dem Seehandel und vor allem der Hanse schweren Schaden zufügte.
Andererseits ist sein Leben von Legenden und Heldentum umringt. Hufeisen soll er mit bloßen Händen gerade gebogen haben
und die vier Liter Bier, die in seinen Becher passten, in einem Zug geleert haben.
Das brachte ihm auch seinen Namen ein:“ Stör-te-beker“, was soviel heißt wie „Stürz den Becher“.

Viele Leute sollen verärgert gewesen sein, als man „unseren Klaus“. in Hamburg hinrichten ließ. Die Legende besagt,
dass Störtebeker noch auf dem Weg zum Henker einen großen Coup landete. Seine Leute sollten sich in einer Reihe aufstellen.
Alle, an denen er ohne Kopf vorbeilaufen konnte, sollten begnadigt werden. Nachdem er den elften Mann gerettet hatte,
warf der hinterhältige Henker ihm den Richtblock vor die Füße, damit er stolperte, so erzählt man.
Ob der Pirat ein Vorfahre der Familie Störtenbecker ist, weiß niemand genau zu sagen!

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Bilder nur zur Veranschaulichung des Textes

Angefügte Bilder:
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#6

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 11.03.2010 05:17
von SchemHaMeforasch • Test | 1.502 Beiträge

So hier erst einmal mein Statement zur Kapelle St. Jürgen .... Ein sehr interessanter Ort, vorallem wenn man die Vorgeschichten ließt, das es als Siechen Haus und später als Hinrichtungsplatz genutzt wurde. Bei derart grausamen Ereignissen muss doch quasi etwas an einem Ort zurück bleiben. Ich glaube Fehmarn wird von Tag zu Tag interessanter. Außerdem bin ich sehr erstaunt das die Inquisition und Zeit der Hexenverbrennung in einem doch recht kleinen Ort wie Fehmarn und überhaupt auf solchen Inseln doch so eingeschlagen hat. Damals war die Anzahl der Einwohner mit Sicherheit noch viel geringer und da sind über 100 Todesopfer im Vergleich schon enorm viel.....

Zu den anderen interessanten Berichten werde ich mich in Kürze äußern!


Memento mori – Bedenke, dass du sterben musst!
zuletzt bearbeitet 11.03.2010 05:19 | nach oben springen

#7

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 11.03.2010 12:19
von uschiSchattengestalt | 353 Beiträge

die Inquisition und Zeit der Hexenverbrennung hat mich in bezug auf diese insel auch sehr gewundert, deswegen musste ich es einfach hier rein setzen...
und es kommen weitere storrys... ich gebe mir die größte mühe!!!


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#8

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 13.03.2010 16:16
von SchemHaMeforasch • Test | 1.502 Beiträge

Mein Statement zur Burgruine GLAMBECK! Erstmal muss ich sagen, das ich immer wieder staune, was für eine bewegte Geschichte,
diese doch recht kleine Insel Fehmarn besitzt. Nun gab es dort sogar eine Burg! Die durchaus in Größe und Beschaffenheit für die damalige Zeit
im Mittelalter als opulent bezeichnet werden kann. Und auch auf eine bewegte Geschichte zurück blicken kann....
Warst du selbst schon mal dort und hast dir die Ruine angesehen? Gut viel ist ja heute nicht mehr zu sehen, aber trotzdem strahlen solche
Plätze auf mich immer etwas Besoneres aus. Und schon wieder haben wir ein weiteres Ziel, einen weiteren Ort den wir uns unbedingt anschauen sollten. Jetzt mal ohne Scherz wir sollten einen Plan machen, um ab zuschätzen welche der vorgestellten Orte wir wann besuchen werden. Damit wir es zeitlich dann auch auf die Reihe bekommen. Mann oh Mann - das wird ein Abenteuerurlaub werden. Kanns kaum erwarten.....


Memento mori – Bedenke, dass du sterben musst!
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#9

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 13.03.2010 16:18
von SchemHaMeforasch • Test | 1.502 Beiträge

Zum geheimen Gang von Glambeck: Was ich hier nicht verstehe, warum hat niemand mal hinein geschaut? es waren doch Kinder - wenigstens die Eltern hätten doch der Sache nachgehen müssen? Komisch!
Gut in der damaligen Zeit - dann noch ein gewisser Aberglaube, vielleicht Furcht und das mysteriöse - hatten sicherlich Angst. Doch nehmen wir an die Kinder waren in der Lage zum Eingang zu gelangen um sich die Lebensmittel zu holen, dann wären sie doch auch in der Lage gewesen wieder ganz heraus zu kommen..... Seltsame Geschichte und guter Stoff für eine unheimliche Sage.....


Memento mori – Bedenke, dass du sterben musst!
zuletzt bearbeitet 13.03.2010 16:20 | nach oben springen

#10

RE: Wissenswertes von der Insel Fehmarn

in Sagen, Mythen und Legenden überregional 13.03.2010 18:35
von uschiSchattengestalt | 353 Beiträge

das habe ich mir auch schon gedacht, leider fehlen mir hierzu die infos und alle, die ich bisher erfolgreich befragte, wussten darauf auch keine antworten, ausser "...vielleicht aus diesem oder jenen grund..." aber eben nix kongretes. aber: de uschi bleibt weiter am ball!


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